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Standortbetreibermarkt - eine neue Branche entsteht

  • Die letzten 10 Jahre waren in der Pharma- und Chemieindustrie durch eine immer stärker voranschreitende Fokussierung auf das Kerngeschäft geprägt. In der ersten Phase wurde das Kerngeschäft vom "Nicht"-Kerngeschäft getrennt, "Nicht"-Kerngeschäftsaktivitäten wurden verkauft oder verselbständigt.
  • Gleichzeitig begann man alle Infrastruktur-aktivitäten ("Nicht"-Kerngeschäftsaktivitäten) organisatorisch zu bündeln, spaltete diese in Werksorganisationen ab oder gründete sie gar in eigene Infrastrukturgesellschaften aus.
  • Die Infrastruktureinheiten (integrale Standortbetreiber) begannen den Professio-nalisierungsprozess, wurden/werden teilweise verkauft oder in Teilbereiche aufgesplittet und dann verkauft, mit dem Nachteil höherer Komplexitätskosten für die Kunden.

Historische Übersicht

  • 1994: Hoechst AG nominiert J. Dormann als CEO; das strategische Programm „Aufbruch Hoechst" resultiert in der Auftrennung der Hoechst AG in mehr als 15 fokussierte Chemie und Pharma-unternehmen
  • 1996: Hoechst AG gründet die ersten deutschen Standortbetreibergesellschaften Infraserv Höchst, Infraserv Wiesbaden, Infraserv Gendorf, Infraserv Knapsack und Infraserv Marburg (ab 1999 Pharmaserv)
  • 1996: Die Deutsche Treuhand privatisiert die Raffinerie Leuna und gründet die InfraLeuna als Standortbetreiber des restlichen Chemiewerkes
  • 1997/98: Mit dem Merger von Degussa, Hüls und SKW Trostberg werden neue Chemieunternehmen gebildet. Infracor in Marl wird als Standortbetreiber gegründet
  • 2002: Bayer reorganisiert sich in 4 Divisionen, die Bayer Industry Services (heute Currenta) wird gegründet